Themenfeld · M&A Recycling
M&A in der Recycling-Branche.
Bewertung, Due Diligence und Integration für eine Branche, die nicht wie ein klassisches Industrieportfolio funktioniert.
Diskretion ist Standard. Kein Extra.
Erstgespräche unter NDA möglich. Wenn ein Recycling- oder Werkstoff-Unternehmen verkauft, gekauft oder bewertet werden soll, kommt es auf drei Dinge an: Marktverständnis, technische Tiefe, ruhige Hand.
Worum es geht
Recycling-Unternehmen werden in M&A-Prozessen oft mit Werkzeugen bewertet, die für andere Industrien gebaut wurden. Das führt regelmäßig zu zwei Fehlern: Risiken werden übersehen, weil branchenspezifische Stoff-, Genehmigungs- und Marktdynamiken unterschätzt werden – oder Werte werden übersehen, weil stille Reserven in Verwertungsverträgen, Standortgenehmigungen und Materialzugängen nicht erkannt werden.
M&A in dieser Branche braucht jemanden, der die operative Realität von Recyclingbetrieben kennt: Anlagenverfügbarkeit, Inputqualitäten, regulatorischer Rahmen, Abnehmermärkte, Personalstruktur und politische Rahmenbedingungen.
Beratung in diesem Feld bedeutet, eine Transaktion technisch, wirtschaftlich und strategisch zu beleuchten – auf Käufer- wie auf Verkäuferseite – und nüchtern zu sagen, was eine Akquisition wirklich wert ist und wo die Risiken liegen.
Typische Situationen
- Ein strategischer Käufer prüft die Übernahme eines Recyclers oder einer Aufbereitungsanlage und braucht eine fachlich tiefe Due Diligence.
- Ein Eigentümer denkt über Verkauf oder Nachfolge nach und will den Betrieb so vorbereiten, dass die Bewertung der Substanz entspricht.
- Ein Investor oder Family Office beschäftigt sich erstmals mit der Recyclingbranche und sucht eine ehrliche Einordnung von Geschäftsmodellen, Margenlogik und Risiken.
- Eine bestehende Beteiligung soll restrukturiert, ergänzt oder integriert werden – über mehrere Standorte oder Materialgruppen hinweg.
- Ein Anlagenkauf steht an und braucht eine technische und regulatorische Vorprüfung.
Mein Beitrag
Ich war vier Jahre Geschäftsführer in einem GFK-Recycling-Startup. Ich habe Anlagen bewertet, Genehmigungsthemen verhandelt, Verwertungsverträge geschlossen und Materialströme über Landesgrenzen organisiert. Diese operative Innensicht ist die Grundlage meiner M&A-Arbeit.
In Mandaten arbeite ich mit Anwälten, Wirtschaftsprüfern und Investoren zusammen, ohne deren Rollen zu doppeln. Mein Beitrag ist die fachliche Tiefe in Material, Anlage, Markt und Regulierung – nicht das juristische oder steuerliche Setup.
Ich nehme nur Mandate an, in denen ich tatsächlich substanziell beitragen kann. Das ist Teil der Qualität.
Ergebnis
Auf Käuferseite erhalten Sie eine fachliche Bewertung der Zielgesellschaft, eine Risiko- und Synergielandkarte und eine Empfehlung zur Verhandlungsposition.
Auf Verkäuferseite erhalten Sie eine ehrliche Sicht auf die Stärken und Schwächen Ihres Betriebs aus Käuferperspektive – und konkrete Schritte, mit denen sich Bewertung und Verhandlungsposition verbessern lassen.
Ablauf
- 01
Erstgespräch
Sie schildern den Transaktionskontext und die offenen Fragen. Ich beurteile, in welcher Tiefe ich beitragen kann.
- 02
Fachliche Due Diligence
Aufnahme von Material, Anlage, Markt, Regulierung, Verträgen und Personalstruktur. Strukturierte Risiko- und Werttreiberanalyse.
- 03
Bewertung & Empfehlung
Einordnung der Ergebnisse in Verhandlungsposition, Kaufpreislogik und Integrationsrisiken. Klar dokumentiert.
- 04
Begleitung post Signing
Optional. Sparring in der Integration: 100-Tage-Plan, operative Stabilisierung, Materialstrom-Optimierung.
Mini-Case
Anonymisiert · Buy-Side, Kunststoff-Aufbereiter
Ein industrieller Stratege wollte einen mittelständischen Kunststoff-Aufbereiter mit zwei Standorten und rund 45 Mio. EUR Umsatz übernehmen. Die finanzielle Due Diligence war positiv, die Bewertung lag bei rund 38 Mio. EUR auf Basis eines 7×-EBITDA-Multiples. Was fehlte: eine fachliche Sicht auf Genehmigungen, Inputqualitäten und Abnehmerverträge.
In einer fünfwöchigen technischen DD haben wir zwei Themen herausgearbeitet, die die Verhandlung verschoben haben. Erstens: ein Standort lief noch unter einer Altgenehmigung, deren Verlängerung an eine Kapazitätsdiskussion gekoppelt war – Risiko rund 4 Mio. EUR Investition oder Umsatzeinbuße. Zweitens: 60 % des Premium-Outputs hingen an drei Abnehmern, deren Verträge in 18 Monaten ausliefen. Der Kaufpreis wurde um 6 Mio. EUR reduziert, plus Earn-Out an Vertragsverlängerung. Der Käufer ging mit klarem Bild und realistischer Integrationsplanung in das Closing.
Häufige Fragen
- Wann lohnt sich M&A-Beratung in der Recycling-Branche?
- Wenn ein strategischer Käufer eine Aufbereitungsanlage übernimmt, ein Eigentümer den Verkauf vorbereitet, ein Investor erstmals in die Branche einsteigt oder eine Beteiligung restrukturiert wird. Immer dann, wenn branchenspezifische Stoff-, Genehmigungs- und Marktdynamiken über Bewertung und Risiko mitentscheiden.
- Was unterscheidet eine fachliche Recycling-DD von einer klassischen Industrie-DD?
- Anlagenverfügbarkeit, Inputqualitäten, Genehmigungsstatus, Verwertungsverträge, Abnehmermärkte und politische Rahmenbedingungen bestimmen Werttreiber und Risiken. Klassische Werkzeuge übersehen sowohl stille Reserven (z. B. in Genehmigungen) als auch versteckte Haftungs- oder Marktrisiken.
- Arbeiten Sie buy-side oder sell-side?
- Beides – aber nie im selben Mandat. Auf Käuferseite: fachliche Bewertung, Risiko- und Synergielandkarte, Empfehlung zur Verhandlungsposition. Auf Verkäuferseite: ehrliche Sicht aus Käuferperspektive plus konkrete Schritte, mit denen sich Bewertung verbessern lässt.
- Ersetzen Sie Wirtschaftsprüfer oder Anwälte?
- Nein. Ich liefere die fachliche Tiefe zu Material, Anlage, Markt und Regulierung, ohne die Rollen von Legal- oder Finanz-DD zu doppeln. Mandate werden so geschnitten, dass die Beiträge sauber ineinandergreifen.
- Wie wird Vertraulichkeit gehandhabt?
- Erstgespräche unter NDA sind Standard. Mandate werden nur angenommen, wenn keine Interessenkonflikte vorliegen, und die Anzahl paralleler Recycling-Transaktionen wird bewusst klein gehalten.
Strategiegespräch
30 Minuten. Ein konkreter Hebel. Kein Vertrieb.
In 30 Minuten sortieren wir, ob ein konkretes Thema bei Ihnen einen wirtschaftlichen Hebel hat — Material, Prozesse, Vertrieb oder KI. Wenn ja, skizzieren wir den ersten Schritt. Wenn nein, sagen wir es.